Autor: str8up str8up

Edith Dekyndt – The White, The Black, The Blue Kunstpreis Finkenwerder 2019

Edith Dekyndt, Ombre indigène (video still), 2014
Edith Dekyndt
The White, The Black, The Blue
Kunstpreis Finkenwerder 2019  

KUNSTHAUS HAMBURG
8. Juni – 4. August 2019  

Donnerstag, 6. Juni 2019 
Preisverleihung: Airbuswerk, Finkenwerder (Akkreditierung erforderlich)  

Freitag, 7. Juni 2019
Pressevorbesichtigung: Kunsthaus Hamburg, 11 Uhr
Preview: Hamburger Kunsthalle,Galerie der Gegenwart, 17 Uhr
Eröffnung: Kunsthaus Hamburg19 Uhr 

Es sprechen: Ina Günther (Kulturkreis Finkenwerder), Dr. Brigitte Kölle (Hamburger Kunsthalle), Katja Schroeder (Kunsthaus Hamburg)  

In Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle präsentiert das KunsthausHamburg anlässlich der diesjährigen Verleihung des Kunstpreises Finkenwerder eine umfassende Einzelausstellung der Preisträgerin Edith Dekyndt. Im Kunsthaus Hamburg wird Edith Dekyndt eine Reihe neuer Arbeiten entwickeln, die vielfältige Bezüge zum Ort herstellen. Mit dem Hafen ist Hamburg als globaler Warenumschlagplatz Teil eines ökonomischen Verwertungssystems, das einen – in der Stadt unübersehbaren – Wohlstand generiert, aber ebenso von extremen Ungleichheiten geprägt ist. So wird nicht weit von der Hamburger Kunstmeile entfernt jener Müll der sogenannten Industrienation als Rohstoff für die prekärsten Teilnehmer am globalen Kreislauf gesammelt und containerweise weiterverteilt. Die ausrangierten Objekte aus Hamburger Haushalten und industrieller Produktion schichtet Dekyndt in der Ausstellungshalle des Kunsthauses zu einer raumgreifenden Installation, in der sich die Härte des ökonomischen Kreislaufs auf einer vielseitigen sensuellen Ebene widerspiegelt. Durch minimale Eingriffe verändert die Künstlerin ihre verwendeten Materialien, indem sie sie u. a. mit Flüssigkeiten tränkt, akkumuliert oder konserviert. In der Kombination medialer, zeitbasierter Arbeiten mit den skulpturalen Materialassemblagen setzt Dekyndt der Komplexität des Themas in der Ausstellung eine zeitlose Formsprache entgegen.   Zusätzlich zu der neuen Installation werden sowohl in der Hamburger Kunsthalle als auch im Kunsthaus Hamburg und im Airbuswerk auf Finkenwerder Arbeiten aus den letzten sieben Jahren präsentiert. Eine verbindende Linie der Werkschau bilden dabei kontrastierende Materialeigenschaften und Aggregatzustände der meist aus dem Alltag entlehnten Objekte, Bilder und Töne, die Dekyndt durch subtile Eingriffe in einfacettenreiches synästhetisches Bezugsfeld zueinander setzt. Häufig verwendet sie in ihren Arbeiten ephemere Materialien wie z. B. Stoffe, Erde, Flüssigkeiten oder Salze. Dabei lässt sie die stillen Kräfte natürlicher Transformationsprozesse sichtbar werden oder dokumentiert in kurzen Videosequenzen die formbildenden Dynamiken, die sie in ihrer Umwelt entdeckt.   Im Titel „The White, The Black, The Blue“ spielt die Künstlerin auf die vielfältige Symbolkraft der Farben an, deren Bedeutung je nach Kontext und Konnotation sehr unterschiedlich ist. Edith Dekyndt stellt die menschlichen Wahrnehmungsfähigkeiten in ihrer Kunst immer auch in einen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang, in welchem die vermeintliche Neutralität natürlicher Phänomene in großem Kontrast dazu steht, wie und wofür der Mensch sie sich zu eigen macht.  

Sie verbindet das Einzigartige mit dem Universalen, das Konkrete mit dem Abstrakten.“ (Dirk Snauwaert, Artistic Director, Wiels – Contemporary Art Center, Brüssel)   „Edith Dekyndt ist eine Meisterin der immateriellen Schönheit, die in der Beobachtung von flüchtigen Transformationsprozessen eine neue Form von abstrakter Kunst geschaffen hat.“ (Katja Schroeder, Jurymitglied / künstlerische Leitung Kunsthaus Hamburg)  

Edith Dekyndt  (*1960, Ypres, Belgien) ist international in renommiertenAusstellungen und Sammlungen vertreten. Zuletzt hatte sie u. a. Einzelausstellungen bei VNH Gallery, Paris (2019); Unlimited Art Basel (2018); Carl Freedman Gallery, London (2017); Wiels – Center for Contemporary Art (2016), Brüssel; DAAD Galerie, Berlin (2016); Le Concortium, Dijon (2015); Temporary Gallery, Köln (2014) und war Teil zahlreicher Gruppenausstellungen beteiligt wie u. a. 57. Venedig Biennale (2017); Martin Gropius Bau, Berlin; Van Abbe Museum, Eindhoven (2016); SMAK, Gent; Akademie der Künste Berlin; Skulpturenpark Köln (2015). Sie wird vertreten von den Galerien Carl Freedman (Margate), Greta Meert (Brussels), VHN (Paris), Konrad Fischer (Düsseldorf/Berlin) und Karin Günther (Hamburg). Edith Dekyndt lebt und arbeitet in Berlin und Brüssel und ist in diesem Jahr an der BIENALSUR, Biennial of South America und der Oslo Biennale beteiligt. 

Der mit 20.000 Euro dotierte Kunstpreis Finkenwerder wird seit 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder ausgelobt und von der Firma Airbus Operations finanziert. Er wird an Künstler vergeben, die mit ihrem Schaffen einen herausragenden künstlerischen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst in Deutschland geleistet haben. Zu den PreisträgerInnen der letzten Jahre zählen die KünstlerInnen Almut Heise, George Rickey, Candida Höfer, Neo Rauch, Daniel Richter, Thorsten Brinkmann, Ulla von Brandenburg und Christian Jankowski. Mit Edith Dekyndt würdigt die Jury eine Künstlerin, die mit ihrer subtilen und minimalistischen Bildsprache ein nachhaltiges Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Mensch, Materie und Umwelt geschaffen hat.   

Kunsthaus Hamburg

EDITH DEKYNDT ERHÄLT DEN KUNSTPREIS FINKENWERDER 2019

Anlässlich des Kunstpreises Finkenwerder zeigt das Kunsthaus Hamburg in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle eine umfangreiche Einzelausstellung mit aktuellen Werken der Preisträgerin.

Ausstellung
8. Juni – 4. August 2019

Edith Dekyndt erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Kunstpreis Finkenwerder. Der vom Kulturkreis Finkenwerder ausgelobte und von der Firma Airbus finanzierte Preis wird seit 1999 an Künstlerpersönlichkeiten vergeben, die mit ihrem Schaffen einen herausragenden Beitrag zur zeitgenössischen Kunst in Deutschland geleistet haben. Zu den Preisträger/innen der letzten Jahre zählen die Künstler/innen Almut Heise, George Rickey, Candida Höfer, Neo Rauch, Daniel Richter, Thorsten Brinkmann, Ulla von Brandenburg, Christian Jankowski und Georges Adéagbo.

Die vom Kuratorium des Kunstpreises berufene Fachjury war besetzt durch Dr. Brigitte Kölle (Hamburger Kunsthalle), Jessica McClam (Künstlerin), Prof. Martin Köttering (HFBK), Anna Sabrina Schmid (Behörder für Kultur und Medien), Katja Schroeder (Kunsthaus Hamburg).

Mit der in Brüssel und Berlin lebenden Künstlerin Edith Dekyndt ehrt die Jury eine Künstlerin, die mit ihrer subtilen und minimalistischen Bildsprache ein nachhaltiges Bewusstsein für das wechselseitige Verhältnis von Mensch, Materie und Umwelt schafft.

In den Installationen, Objekten und Videos von Edith Dekyndt spielt die Veränderung von Stofflichkeit im zeitlichen Verlauf häufig eine wesentliche Rolle. Dabei verwendet sie ephemere Materialien wie z. B. Erde, Flüssigkeiten oder Salze. Als Versuchsfelder dienen ihr unter anderem Stoffe und Leinwände, die sie auf vielfältige Weise bearbeitet, tränkt oder als Vorhänge und Fahnen inszeniert. In ihren Ausstellungen lässt sie die stillen Kräfte natürlicher Transformationsprozesse sichtbar werden und dokumentiert in kurzen Videosequenzen die formbildenden Dynamiken, die sie in ihrer Umwelt entdeckt. So sind es Prozesse wie Kristallisation, Fermentation, Oxidation oder Kapillareffekte, die ihren Arbeiten Gestalt verleihen aber auch zugleich den inhaltlichen Kontext bilden. Dabei interessiert sich die Künstlerin nicht allein für die ästhetische Qualität flüchtiger Prozesse. Sie verdeutlicht vielmehr die Abhängigkeit, in der wir zur materiellen, wie immateriellen Welt stehen. Erst in der gegenseitigen Beziehung entsteht etwas Spezifisches. In der Beobachtung des sensiblen Zusammenspiels ausgewählter Substanzen mit ihrer Umgebung entfaltet sich das minimalistische und zugleich komplexe und poetische Werk von Edith Dekyndt.

Zur Preisverleihung am 6. Juni 2019 im Airbuswerk auf Finkenwerder wird Edith Dekyndt ausgewählte Arbeiten präsentieren.


Edith Dekyndt  (*1960, Ypres, Belgien) ist international in renommierten Ausstellungen und Sammlungen vertreten. Zuletzt hatte sie u. a. Einzelausstellungen bei Unlimited Art Basel (2018), Wiels – Center for Contemporary Art, Brüssel; DAAD Galerie, Berlin (2016); Le Concortium, Dijon (2015); Temporary Gallery, Köln (2014) und war bei zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten wie u. a. 57. Venedig Biennale (2017); Martin Gropius Bau, Berlin; Van Abbe Museum, Eindhoven (2016); SMAK, Gent; Akademie der Künste Berlin; Skulpturenpark Köln (2015). Sie wird vertreten von den Galerien Carl Freedman (Margate), Greta Meert (Brussels), VHN (Paris), Konrad Fischer (Düsseldorf/Berlin) und Karin Günther (Hamburg).

Pressemitteilung Kunsthaus Hamburg

Preisverleihung
Donnerstag, 31. August 2017
Airbuswerk, Finkenwerder

Eröffnung
Montag, 4. September 2017, 19 Uhr

Georges Adéagbo erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Finkenwerder Kunstpreis 2017. Der vom Kulturkreis Finkenwerder ausgelobte und von der Firma Airbus Operations finanzierte Preis wird seit 1999 an Künstler vergeben, die mit ihrem Schaffen einen herausragenden künstlerischen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst in Deutschland geleistet haben. Zu den PreisträgerInnen der letzten Jahre zählen die KünstlerInnen Almut Heise, George Rickey, Candida Höfer, Neo Rauch, Daniel Richter, Thorsten Brinkmann, Ulla von Brandenburg und Christian Jankowski. Mit dem in Cotonou (Benin) und Hamburg lebenden Georges Adéagbo (*1942) ehrt die vom Kuratorium des Kunstpreises berufene fünfköpfige Fachjury einen Künstler, der auf besondere Weise die Differenzen unterschiedlicher Kulturen zu überwinden vermag und dem es mit seiner Kunst gelingt, die Komplexität kultureller Identität anschaulich werden zu lassen.

Die raumgreifenden Assemblagen von Georges Adéagbo, die er meist ortsspezifisch installiert, lassen sich als assoziative kulturgeschichtliche Puzzles beschreiben. Die einzelnen Fragmente seiner oft groß angelegten Materialcollagen setzten sich aus Schriftstücken, Fotos, Büchern, Gemälden und Objekten zusammen, die Adéagbo u. a. auf Reisen, Flohmärkten, im Alltag und in Antiquariaten sammelt, thematisch sortiert und zu diskursiven, aber auch subjektiven Erzählungen zusammensetzt. Mit seinen Installationen portraitiert er sehr unterschiedliche Persönlichkeiten wie z. B. Edith Piaf oder Abraham Lincoln und namhafte europäische Philosophen oder er nimmt abstrakte Konzepte wie Fremdheit, Globalisierung und Kolonialismus zum Ausgang seiner Arbeit.

Die Kultur seiner westafrikanischen Heimat Benin, deren Geschichte und Rezeption, verknüpft er in diesen Arrangements gleichermaßen mit der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte, als auch mit der Reflexion seiner eigenen künstlerischen Praxis. In seinen Arbeiten begegnen sich akademische Diskurse, Alltagskultur ebenso wie Mainstream und Minderheiten stets auf Augenhöhe. Durch die Art und Weise, wie der Künstler seine unterschiedlichen Referenzen und Artefakte arrangiert und mit eigenen Texten kommentiert, entstehen Erzählungen, die einer einseitigen Leseweise der Geschichte entgegentreten. Während der letzten 25 Jahre hat er damit nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem postkolonialen Erbe Europas geleistet, sondern auch die Betrachtungsweise „afrikanischer“ Kunst im westlichen Kunstkontext herausgefordert. Indem er die Rolle des kolonialen „Entdeckers“ umkehrt, dekonstruiert Adéagbo die gegenseitigen Klischees und Projektionen auf das jeweils „Andere“.

Georges Adéagbo hat keinen klassischen künstlerische Werdegang absolviert und wurde von der internationalen Kunstwelt erst spät für sich entdeckt. Ohne sich als Künstler zu betrachten entwickelte er in Cotonou ganz unabhängig seine tägliche Praxis des Denkens mit gefundenen Objekten, Bildern und Texten. Seit Mitte der 1990er Jahre war er regelmäßig in namhaften Ausstellungen vertreten und erhielt 1999 als erster afrikanischer Künstler für seine Teilnahme bei der 48. Biennale von Venedig eine Auszeichnung. 2002 war er mit einer In-Situ-Installation auf der Documenta 11 vertreten und hatte u. a. Einzelausstellungen im Museum Ludwig, Köln (2004), MAK, Wien (2009), MUSAC Leon (2011) und im Moderna Museet, Stockholm (2014). Er gehört damit zu den bekanntesten Künstlern Westafrikas mit internationaler Reputation. In Hamburg hat er zuletzt 2015 in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Süd-Nord (Stephan Köhler) und dem Projekt „Stadtkuratorin“ die Installation „Inverted Space“ im öffentlichen Raum gezeigt.

Anlässlich des Finkenwerder Kunstpreises zeigt das Kunsthaus Hamburg vom 5. September bis zum 3. Oktober 2017 in einer Einzelausstellung einen umfangreichen Einblick in die Arbeit des Preisträgers. Damit wird sein Werk zum ersten Mal im institutionellen Rahmen in seiner „zweiten“ Heimatstadt Hamburg präsentiert. Zur Preisverleihung am 31. August im Airbuswerk auf Finkenwerder wird Georges Adéagbo zusätzliche eine Arbeit vor Ort vorstellen.

Kunstpreis Finkenwerder 2017 für Georges Adéagbo

Preis zählt zu den höchst dotierten Kunstauszeichnungen Europas

Die Jury hat entschieden: Der mit 20.000 Euro dotierte, vom Kulturverein Finkenwerder ausgelobte und von Airbus finanzierte Kunstpreis Finkenwerder wird an Georges Adéagbo verliehen. Mit diesem Preis, einer der höchstdotierten Kunstauszeichnungen in Europa, werden seit 19999 Künstker geehrt, die mit ihren werken einen herausragenden Beitrag zur zeitgenössischen Kunst in Deutschland geleistet haben. Georges Adéagbo ist der neunte Preisträger und wird den Kunstpreis am 31. August bei Airbus in Hamburg entgegennehmen.

Der Künstler aus dem westafrikanischen Benin sarrangiert Objekte, Schriftstücke, Weggeworfenes, Fotos und Bücher, die er im Alltag, auf Reisen oder Märkten sammelt, zu großformatigen Collagen, die vieldeutige Geschichten erzählen.

Internationale Kunst und ein hoch dotierter Preis auf der einstigen Elbinsel Finkenwerder? An den Erfolg dieser Idee glaubte am Anfang kaum jemand. Doch die Skeptiker sind längst verstummt. Kinkenwerder hat inzwischen einen klingenden Namen in der Kunstszene. Der Kunstpreis Finkenwerder ist begehrt. Namhafte Künstler haben ihn bekommen, darunter Candida Hörer, Neo Rauch, Daniel Richter, Thorsten Brinkmann, Ulla von Brandenburg und zuletzt Christian Jankowski.

Anlässlich der Preisverleihung am 31. August wird Georges Adéagbo seine Kunst bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder präsentieren. Im Anschluss wird das Kunsthaus Hamburg am 4. September eine Adéagbo-Austtelung eröffnen (bis 3. Oktober).

Weitere Informationen:
Kulturkreis Finkenwerder: www.kulturkreis-finkenwerder.info

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Martina Jürgens +49 40 743 72 413 martina.juergens@airbus.com

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